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Breitenausbildung

Frühdefibrillation - Anwendung durch Laien

FrühdefibrillationDer plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins außerhalb von Krankenhäusern. Pro Jahr sterben in der Bundesrepublik mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Dies entspricht täglich in etwa einem vollbesetzten Jumbo-Jet. Damit übersteigt diese Todesform die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das 12fache. Moderne Technik und ein aktuelles Ausbildungsprogramm sollen dazu beitragen, die Überlebensrate deutlich zu erhöhen.

70 - 80 Prozent der Betroffenen weisen Kammerflimmern auf

Etwa 70 – 80 Prozent der Patienten, die vom Rettungsdienst wiederbelebt werden, weisen bei der ersten EKG-Rhythmusanalyse "Kammerflimmern“ auf. Es handelt sich hierbei um eine Herzrhythmusstörung, bei der die Muskulatur des Herzens so unkoordiniert arbeitet, dass die Herzmuskelfasern sich ungleichmäßig zusammenziehen, der Herzmuskel insgesamt "flimmert“. Infolgedessen wird kein Blut mehr durch den Körper gepumpt. Der Patient ist klinisch tot.

Defibrillation ist die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns

Defibrillation ist die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns

Die einzig effektive Möglichkeit, dem plötzlichen Herztod entgegen zu treten ist die sofortige elektrische Defibrillation, die Abgabe eines koordinierten Elektroschocks mittels eines so genannten Defibrillators, unterstützt von den Basismaßnahmen der Wiederbelebung (Atemspende, Herz-Druck-Massage). Durch den vom Gerät abgegebenen Stromstoß auf den Körper des Betroffenen soll das ungeordnete Fibrillieren (Flimmern) der Herzmuskelfasern unterbrochen und in eine regelrechte Herzaktion überführt werden.

Überlebenswahrscheinlichkeit

Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation wird entscheidend durch den Faktor Zeit begrenzt. Jede Minute, die im Falle des plötzlichen Herztodes bis zur Defibrillation vergeht, lässt die Überlebenschancen des Betroffenen um jeweils 10% sinken. Zwar sind die Rettungsdienste in Deutschland mit derartigen lebensrettenden Geräten ausgestattet, doch sind die Überlebenschancen bis zum Eintreffen der Rettungsprofis (die mittlere Eintreffzeit des Rettungsdienstes liegt in Niedersachsen zwischen 10 und 12 Minuten) in der Regel auf unter 10% gesunken. Eine Kombination aus sofortiger Frühdefibrillation und weiterführenden Wiederbelebungsmaßnahmen durch den Rettungsdienst (Medikamente, etc.) erhöht die Überlebenschancen des Patienten um bis zu 60 Prozent.

Frühdefibrillation durch Laien

Frühdefibrillation durch Laien

Da bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes also lebenswichtige Minuten vergehen, muss die Maßnahme der Frühdefibrillation auch von Laien durchgeführt werden. Die Industrie hat hierzu moderne, automatisierte Defibrillatoren entwickelt, die das EKG des Patienten über Elektroden aufnehmen, auswerten und bei Vorliegen von Kammerflimmern eine Defibrillation empfehlen. Die medizinische Fachkompetenz ist bei diesen Geräten quasi eingebaut.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können Sie handeln. Lassen Sie sich, Ihre Mitarbeiter, Freunde und Bekannte schulen. Nur so helfen Sie, den Kampf gegen den plötzlichen Herztod zu gewinnen!

Folgende Lehrgangsangebote halten wir für Sie bereit:

Liegt die letzte Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang bzw. am Erste-Hilfe-Training länger als 24 Monate zurück, können Sie an einem AED-GRUNDLEHRGANG teilnehmen.

AED-GRUNDLEHRGANG 

Teilnahmevoraussetzungen:
Mindestalter: 14 Jahre

Dauer:
7 Unterrichtsstunden (1 Unterrichtsstunde = 45 Minuten)

 AED-AUFBAULEHRGANG

Liegt die letzte Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang bzw. am Erste-Hilfe-Training weniger als 24 Monate zurück, können Sie an einem AED-AUFBAULEHRGANG teilnehmen.

Teilnahmevoraussetzungen:
Mindestalter: 14 Jahre

Dauer:
4 Unterrichtsstunden (1 Unterrichtsstunde = 45 Minuten)

Noch Fragen? Schreibe eine Mail an uns!

 

Beachten Sie: Frühdefibrillation rettet Leben, vielleicht auch Ihres!

Ihr,
Deutsches Rotes Kreuz